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Kaktus in der Blase? Was füttern bei Harnsteinen

Schätzungsweise 15% aller Hunde und Katzen, die mit Harnwegsproblemen in der Tierarztpraxis vorgestellt werden, leiden unter Harnsteinen. Fast jede fünfte Katze leidet unter dieser Krankheit, aber kaum jemand bemerkt sie – bis es zu spät ist.

Harnsteine und Harngries sind ein Zusammenschluss von bestimmten Kristallen in der Blase. Am häufigsten treten Struvit- und Oxalatsteine auf, wobei Struvit-Kristalle mit etwa 58 bis 64% aller Harnstein-Erkrankungen deutlich die Oberhand haben. Mikroskopisch kleine Struvit-Steine können meistens noch über den Harn ausgeschieden werden. Bei größeren Ansammlungen wird hingegen die Harnröhre der Katze verstopft weshalb es zu großen Schmerzen beim Wasserlassen kommen kann.

Durch ihre raue oder scharfkantige Form können Harnsteine aber auch die Blasenwand permanent reizen und schädigen.

 

Kaktus in der Blase? Was füttern bei Harnsteinen (Katzen)

 

Nachdem Chaley bereits mehrfach mit dieser furchtbaren Krankheit in Berührung kam, mussten wir im vergangenen Jahr seine Ernährung komplett umstellen. Herkömmliches Katzenfutter aus dem Supermarkt ist seither tabu, denn zum Auflösen der Struvitsteine ist ein spezielles Diätfuttermittel notwendig.

In Absprache mit dem Tierarzt haben wir uns schließlich für Nahrung mit s/o Index von Royal Canin entschieden. Die Behandlung ist übrigens abhängig von der Art des Harnsteins, zur Auflösung von Struvitsteinen über die Nahrung eignen sich daher hervorragend die bewährten URINARY s/o Produkte. Nahrungen mit diesem Logo (s/o Index) helfen, den häufig auftretenden Harnsteinen Struvit und Kalziumoxalat vorzubeugen.

 

Doch was macht dieses Katzenfutter so besonders?

Diese speziellen Katzenfutter senken aufgrund ihrer Inhaltsstoffe den Harn-pH-Wert und begünstigen so das Auflösen der Steine. Solche Futtermittel enthalten vermehrt „DL-Methionin“ und Kalziumsulfat. Außerdem haben sie einen reduzierten Magnesium- und Phosphat-Gehalt, die zur Ablagerung von Struvit beitragen.

Empfohlen wird eine Behandlungsdauer von 5 bis 12 Wochen, beziehungsweise bis zur Auflösung der Harnkristalle/-steine. Nach vollständiger Genesung der Katze kann dann entweder Eurinary weiter gefüttert werden oder auf ein Futtermittel mit harnsteinvorbeugenden Eigenschaften umgestellt werden.

 

Leider bringen die URINARY s/o Produkte von Royal Canin in unserem Fall nicht den gewünschten Erfolg, weshalb wir erneut umstellen und auf eine andere Marke zurückgreifen müssen. Einen neuen „Versuch“ starten wir nun mit der Ernährungsreihe Hill’s™ Prescription Diet™ . Diese soll den Heilungsprozess der Katze beschleunigen und Struvitsteine schon innerhalb von 2 Wochen auflösen. Dadurch werden natürlich auch die Beschwerden gelindert. Inwiefern das Sortiment an Trocken- und Nassnahrung geschmacklich überzeugen kann, wird sich erst in Kürze zeigen. Doch die Hoffnung auf schnelle Besserung ist größer denn je.

 

 

 

Was kann man unterstützend tun?

 

Ist die Katze weniger Stress ausgesetzt, verringert sich auch das Risiko von Harnwegserkrankungen. 

  • daher sollten ausreichend Plätze zum Kratzen, Klettern und Ausruhen bereit stehen
  • hohe Aussichtspunkte vorhanden sein
  • Rückzugsräume, an denen sich Katzen sicher fühlen, geschaffen werden
  • die Katzentoilette stets sauber sein
  • ausreichend mit der Samtpfote gespielt werden

 

„Die Katze sollte stets glücklich sein!“

 

Janine

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