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FIP – Feline Infektiöse Peritonitis

Die Feline Infektiöse Peritonitis (kurz FIP) ist eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit, die ausschließlich Katzen befällt. Kommt es einmal zu einer klinischen Manifestation der Erkrankung, endet diese in aller Regel tödlich.

FIP ist eine der wohl am meisten gefürchteten Erkrankungen von Katzen. Sie verläuft fast immer tödlich, weshalb über 50% der Erkrankten in einem Alter von circa einem Jahr sterben. Warum das Coronavirus mal harmlos und mal tödlich ist, führen Wissenschafter darauf zurück, dass das Virus sich, und zwar im Körper der Katze, verändert. Es mutiert quasi. Dabei können die mutierten Viren nicht von den harmlosen unterschieden werden. Ein sogenannter FIP-Test kann demnach die Krankheit nie alleine feststellen.

Die Ursache für diese grausame Krankheit ist ein hoch virulentes Coronavirus. Das heute als Felines Coronavirus bezeichnete Virus wurde bis Ende der 90er Jahre in zwei Viren unterteilt. Das wenig pathogene, sogenannte „Feline Enterale Coronavirus“ (FECV) und das stark pathogene „Feline Infektiöse Peritonitis-Virus“ (FIPV). Letzteres ist aber lediglich eine Mutation des „FECV“ innerhalb des Trägertieres.

 

FIP – eine heimtückische Krankheit

 

Ich kann mich noch gut an unsere letzten gemeinsamen Momente erinnern. Weinend saß ich auf dem Sofa und hielt Maurice in den Armen. Immer wieder kullerten meine Tränen auf sein Haupt, während meine Lippen zitterten. Sollte es das gewesen sein? Mussten wir uns nach nicht einmal einem Jahr schon trennen?

Zu jenem Zeitpunkt war mir nicht bewusst was auf mich zukommen würde. Natürlich sind mir Veränderungen an meinem Kater aufgefallen, vor allem optisch. Doch im Allgemeinen schien er vollkommen normal. Bis zu diesem Tag.

Am 06. März 2014 musste ich ihn zum Tierarzt bringen und schließlich über die Regenbogenbrücke schicken.

Noch immer mache ich mir Vorwürfe nicht früh genug gehandelt zu haben. Doch zeitgleich bin ich mir sicher, dass er jeden noch so winzigen Augenblick bei mir genossen hat. Die Feline Infektiöse Peritonitis war bereits so ausgebreitet, dass an Leben nicht mehr zu denken war. Tatsächlich führt eine klinisch manifeste FIP meist binnen weniger Wochen zum Tod. Vor allem jüngere Tiere mit der „feuchten Form“ haben eine geringe Überlebenszeit. So auch Maurice.

 

 

 

„Feuchte Form“ – FIP

 

Die klassische „feuchte Form“ äußert sich in Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle und/ oder Brusthöhle.  Eine Punktion liefert eine gelbliche, fadenziehende, viskose Flüssigkeit. Die Tatsache, dass es sich hierbei um ein proteinreiches Exsudat handelt, welches in seiner Erscheinungsform recht typisch ist, ist ein wesentliches diagnostisches Kriterium. Flüssigkeitsansammlungen in diesem Bereich können übrigens zu schwerer Atemnot führen.

 

„FIP ist bis heute nicht heilbar!“

 

Neben Maurice starben auch alle seine Geschwister innerhalb kürzester Zeit. Man kann davon ausgehen, dass in jeder größeren Katzengruppe ein bis mehrere Tiere schon Kontakt mit dem Virus hatten. Das betrifft natürlich alle Tierheime und Züchter aber auch jeden Privathaushalt und jede Tierpension. Das Coronavirus befällt fast alle Katzen, die mit ihm in Kontakt kommen. Je mehr Katzen quasi in einer Gruppe zusammenleben, desto höher wird der Infektionsdruck.

Die Ansteckung erfolgt dabei fast immer über den Kot. Das Virus wird durch Einatmen oder durch Verschlucken aufgenommen. Neben dem Katzenklo können sich selbst in Katzenbettchen, Bürsten oder unserer Kleidung kleine Kotreste befinden. Doch auch über den Speichel kann eine Ansteckung erfolgen.

 

Zum Glück hat sich keine meiner anderen Katzen damit angesteckt. Doch der Verlust sitzt noch immer tief. Denn obwohl Maurice nur ein knappes Jahr bei mir war, hat er doch eine Lücke hinterlassen, die schwer zu schließen ist. FIP hat mir einen Engel genommen. Einen Engel der auf vier Pfoten meinen Alltag begleitet hat.

Janine

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7 Comments

  • Reply Astrid Scholz

    Hallo Janine, so etwas ist auch schwer zu verarbeiten. Aber Vorwürfe darfst du dir nicht machen . Denn du wüsstest ja nichts davon das deine kleine so schwer erkrankt war . Drück dich LG Astrid

    31. Januar 2018 at 11:48
    • Reply Janine

      Ja das auf jeden Fall, traurig stimmt es mich dennoch

      31. Januar 2018 at 17:10
  • Reply Nathalie

    Hallo Janine
    Der Verlust ist immer sehr traurig.
    Du kannst da nichts für es ist leider eine sehr heimtückische Krankheit du darfst dir dafür keine Vorwürfe machen den leider gibt es keine Heilung gegen fib

    31. Januar 2018 at 17:21
    • Reply Janine

      Eigentlich schade oder? Die Medizin und Technik ist soweit fortgeschritten aber für viele Krankheiten gibt es immer noch keine Lösung

      31. Januar 2018 at 17:26
  • Reply Romy Matthias

    Traurig, wir haben selbst zwei Katzen und ich kann mir vorstellen, wie hart so ein Verlust ist. Danke für die Aufklärung. LG Romy

    31. Januar 2018 at 20:34
  • Reply Annelina

    Scheiß Krankheit. Man kann es leider nicht anders sagen. 🙁

    4. Februar 2018 at 19:52
    • Reply Janine

      Dem kann ich nur zustimmen

      4. Februar 2018 at 20:12

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